Pressemeldungen

Im Quartier Neuburg sollen 100 neue Wohnungen gebaut werden - doch die Planungen sind langwierig

An dem Entwurf der Freiburger Treubau für Neubauten zwischen Karl- und Deutschordensstraße gab es Kritik vom Gestaltungsbeirat. Jetzt wurde nachgebessert, im Herbst soll mit dem Bau begonnen werden.

Das Pflegeheim "Haus Heiliggeist" an der Johanniterstraße ist bereits im Bau. Auf dem Rest des 11 000-Quadratmeter-Areals zwischen Karl- und Deutschordensstraße wird die Freiburger Treubau AG Wohnungen bauen. Doch die Planungsphase verläuft schleppend – nach Kritik des Gestaltungsbeirats hat die Treubau in Abstimmung mit der Stiftungsverwaltung das Konzept in den vergangenen zehn Monaten nochmals stark überarbeitet. Nun soll im Herbst mit dem Bau von 105 Wohnungen begonnen werden.

Anfang 2016 war das rund 40 Jahre alte Pflegeheim der Heiliggeistspitalstiftung, dessen Sanierung nicht mehr lohnte, ebenso abgerissen worden wie der Verwaltungssitz der Stiftungsverwaltung an der Deutschordensstraße. Für das Heim lässt die Heiliggeistspitalstiftung derzeit an der Johanniterstraße Ersatz bauen. Die neue, dreigeschossige Alteneinrichtung mit 71 Pflegeplätzen und acht Seniorenwohnungen soll in gut einem Jahr eröffnet werden (die BZ berichtete). Auf den restlichen 6200 Quadratmetern an der Deutschordens- und Karlstraße sollen Wohnungen entstehen. Dafür war ein Ideenwettbewerb ausgerufen worden, an dem 14 Büros teilnahmen. Anfang 2013 stand der Sieger fest: ein gemeinsamer Entwurf der Architekturbüros "Drei Architekten" (Stuttgart) und "Wolf Sedat Architekten" (Weikersheim). Ihr Entwurf sah 70 Wohnungen in zwei Gebäuden mit fünf und sechs Etagen vor.

Danach entwickelten die siegreichen Architekten "in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt und der Stiftungsverwaltung" ihren Entwurf weiter, so Stiftungsarchitekt Peter Mölbert. Offenbar hatte ein Kritikpunkt in der Jury-Begründung diese Weiterentwicklung veranlasst: Die Raumkanten der beiden Wohngebäude seien zu weit von der Karl- und der Deutschordensstraße entfernt. Dieser überarbeitete Entwurf war dann Ausgangspunkt für ein Bieterverfahren, an dessen Ende die Treubau den Zuschlag erhielt. Die ist seitdem am Planen des innenstadtnahen Filetgrundstücks in Erbpacht. Die jährlichen Erträge sollen der in der Kinder- und Jugendhilfe tätigen Waisenhausstiftung zugute kommen.

Groß war im Mai 2016 die Aufregung im Gestaltungsbeirat, als die Treubau den ihrerseits überarbeiteten – dritten – Entwurf präsentierte: Sie hatte aus zwei Gebäuden vier kleinere mit insgesamt 90 Wohnungen gemacht, die u-förmig, mit der Öffnung zum Pflegeheim hin, angelegt werden sollten. Die Aufregung von Beiratsmitglied Tobias Wulf rührte daher, dass der Treubau-Entwurf mit dem Siegerentwurf des Ideenwettbewerbs nichts mehr zu tun hatte (Wulf war zufällig auch 2013 Juryvorsitzender gewesen). "Warum hatte man dann überhaupt einen Wettbewerb gemacht?", fragte Architekt Wulf. Bei der Treubau war man verblüfft darüber, da man gar nicht vom Wettbewerbssieger, sondern von der danach veränderten Version ausgegangen war.

Aus anfänglich zwei wurden vier Häuser – und nun drei

Nichtsdestotrotz machte sich die Treubau erneut ans Werk. Das Ergebnis: Man kehrte nicht zu den anfänglichen zwei großen Gebäuden zurück, sondern hat nun aus vier Flachdachhäusern drei gemacht, ein fünfgeschossiges, quadratisches Haus an der Karlstraße, ein rechteckiger sechsgeschossiger Riegel an der Deutschordensstraße und westlich davon ein weiterer, senkrecht dazu gestellter Rechteckbau mit sechs Etagen. In der Mitte dieses Gebäudekomplexes ist eine grüne Mitte mit Bäumen vorgesehen.

105 Eigentumswohnungen in allen Größen sieht die neue Planung vor, wobei der Schwerpunkt auf Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen liegt. Die Gesamtwohnfläche (7800 Quadratmeter) sei gegenüber dem Entwurf vom vergangenen Jahr trotz Zuwachs an Wohnungen gleich geblieben, sagt Treubau-Vorstand Bernd Rösch. Er betont, dass die neue Variante im Einvernehmen mit allen Beteiligten entstanden sei. Dem Gestaltungsbeirat wolle man diesen vierten Entwurf allerdings nicht noch einmal vorlegen. Baubeginn soll im Herbst 2017 sein, die ersten Wohnungen können dann voraussichtlich im Frühjahr 2019 bezogen werden.

Die Treubau will die Wohnungen je nach Größe und Stockwerk für 4000 bis 5000 Euro pro Quadratmeter anbieten. Das "Forum Neuburg" spricht sich für kleinere und niedrigere, im Idealfall dreigeschossige Gebäude mit Satteldächern aus. Es wird wohl beim Wunsch bleiben.

Aus der Badischen-Zeitung vom 8. März 2017.
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Nach einem Jahrzehnt Planungen wird das Bauprojekt für die Pferdewiese konrekt

Investor Treubau hat jetzt eine Baugenehmigung für die völlig überarbeitete Planung von 16 Luxuswohnungen auf der Pferdewiese

Nach zehn Jahren Hin und Her und einer erneuten Verschiebung des anvisierten Baubeginns wird es beim Projekt Pferdewiese entlang der Sonnhalde jetzt endlich konkret: Der neue Investor Treubau hat die Pläne des vorigen Projektentwicklers komplett verändert und dafür nun seit Ende 2016 eine Baugenehmigung. Auf der Freiburger Immobilienmesse am vorvergangenen Wochenende wurde das Projekt erstmals öffentlich präsentiert. Im Sommer soll Baubeginn sein.

Seit rund zehn Jahren versuchte die Staufener Bau und Boden GmbH (SBB) die Pferdewiese in Herdern, ein 4800 Quadratmeter großes Grundstück in exquisiter Hanglage unterhalb der Straße Sonnhalde, zu bebauen. Als die SBB nach jahrelangem Ringen um eine genehmigungsfähige Bebauung – einen ersten Bauantrag hatte man im Rathaus als zu massiv abgelehnt, hinzu kamen Bürgerproteste, die in Unterschriftenlisten und zwei Landtagspetitionen mündeten – im März 2012 endlich eine Baugenehmigung erteilt bekam, ging das Projekt dennoch lange nicht voran; der Investor konnte keine einzige seiner geplanten neun Luxuswohnungen in insgesamt vier Häusern an den Mann bringen.

Hauptgrund für die fehlende Resonanz war die Tatsache, dass die Wohnungseigentümer trotz immensen Kaufpreises noch zusätzlich einen Erbbauzins an die Grundstückseigentümerin, die Heiliggeistspitalstiftung, hätten zahlen müssen. Doch wer in diesen Preisklassen kauft, will auch das Grundstück besitzen. Da die Stiftung ihre Grundstücke laut Satzung nicht verkaufen darf, kam die Treubau ins Spiel: Sie konnte der Stiftung, anders als die SBB, ein adäquates Grundstück samt Neubau zum Tausch anbieten. Das Problem war gelöst. Die SBB hat ihr Geschäftsfeld nach dem Tod des Firmenchefs inzwischen verkleinert und sich aus Freiburg zurückgezogen.

Die Treubau AG hat das Bauprojekt mit neuem Architekten komplett überarbeitet, nicht nur die Gestaltung der Häuser, sondern auch das Parkkonzept. Statt oberirdischer Carports wird nun trotz aller Extrakosten eine Garage mit 24 Stellplätzen in den Hang gebaut. Da eine normale Zufahrt auf dem abschüssigen Grundstück – die Garage befindet sich rund zwölf Meter unter dem Straßenniveau – zu steil wäre, setzt man auf eine in Freiburg selten realisierte Variante: einen Autoaufzug. Mit dieser Art der Garagenzufahrt habe man in Merzhausen gute Erfahrungen gemacht – es gab dort keine Reklamationen", sagt Treubau-Vorstand Bernd Rösch. "Wir haben uns wirklich intensiv mit der Tiefgarage befasst mit dem Ergebnis, dass wir jetzt alles Blech unter der Erde haben." Damit meint Rösch nicht nur die Parkplätze (1,5 pro Wohnung, die Vorgabe war 1,3), sondern auch alles andere: von den Radabstellplätzen bis zu den Mülltonnen.

Aus der Badischen-Zeitung vom 28. Februar 2017.
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Bauarbeiten an der Hindenburgstraße gehen in die Endphase

An der Hindenburgstraße sind im Neubau am alten Haufe-Standort alle Wohneinheiten verkauft.

Auf dem ehemaligen Gelände der Haufe-Mediengruppe in der Hindenburgstraße 64 gehen die Bauarbeiten in die letzte Phase. Die Errichtung des Rohbaus für einen neuen Wohnkomplex ist abgeschlossen, im kommenden Jahr sollen Innenausbau und Außenanlagen fertiggestellt sein, teilte Bernd Rösch, Vorstandsmitglied der Treubau Freiburg AG, mit.

Der Standort an der Dreisam war nach dem Umzug der Haufe-Mediengruppe aus Berlin nach Freiburg 1951 ab 1967 die Heimat des Unternehmens. Im Jahre 2010 zog der Großteil der Firma dann an die Munzinger Straße (Gewerbegebiet Haid), nur vereinzelt wurde das Gebäude noch von einer Projektgruppe der Haufe-Mediengruppe genutzt. Die Treubau Freiburg AG erwarb schließlich im Frühjahr 2013 das Gelände und ließ zunächst das ehemalige Firmengebäude abreißen. Seit September vergangenen Jahres sind die Bauarbeiten für das geplante Wohnhaus im Gange. Die ursprünglich geplante Zahl von 45 Wohneinheiten wurde durch die Teilung von vier größeren in jeweils zwei kleinere Wohnflächen auf nunmehr 49 erhöht. Die Wohnungen haben Größen von 49 bis etwa 250 Quadratmeter und sollen ab Mai 2016 bezugsfertig sein. Die Eigentumswohnungen seien bereits alle verkauft, wobei die Treubau Freiburg AG mit einem Vertriebsvolumen für das Gesamtprojekt von 26,5 Millionen Euro rechne, erklärte Rösch.

Aus der Badischen-Zeitung vom 9. Dezember 2015.
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Luxuswohnungen auf der Pferdewiese sind nicht zu vermarkten

Im Freiburger Stadtteil Herdern sind Luxuswohnungen auf der Pferdewiese nicht zu vermarkten: Der eine Investor steigt aus, ein neuer ein. Warum rücken die Bagger nicht an?

Seit mehr als drei Jahren hat Investor Rudolf Lang von der Staufener Firma SBB auf der Pferdewiese – einem 4800 Quadratmeter großen Hanglagengrundstück mit bester Aussicht in Herdern – das Recht, zu bauen. Die Genehmigung hatte er sich trotz scharfer Proteste von Anwohnern und einer Bürgerinitiative, die auch mit einer Klage und Landtagspetition scheiterten. Doch die Bagger rückten nie an, denn die SBB konnte keine einzige der geplanten neun Luxuswohnungen verkaufen. Nun ist sie aus dem Projekt aus- und die Freiburger Treubau AG eingestiegen.

Seitdem die Stadtverwaltung Langs Unternehmen das Baurecht erteilt hatte, wartete man in Herdern auf den Beginn der Bauarbeiten. Schließlich hatte der Investor lange und beharrlich darum gekämpft, das Filetgrundstück an der Sonnhalde mit Blick auf Stadt und Vogesen zu bebauen. Fertige Pläne für die neun Luxuswohnungen in vier Häusern lagen in der Schublade. Doch vermarkten ließen sie sich nicht. Neben der strengen, in einem Vertrag mit der Stadt geregelten Vorgaben über Größe und Bauart der Häuser seien den Interessenten die Entwürfe zu normal und zu wenig modern gewesen, glaubt Makler Martin Ingold.

Der Hauptgrund war jedoch die Erbpacht, die die Heiliggeistspitalstiftung als Grundstückseigentümerin von den Wohnungseigentümern bekommen sollte. Wer so teuren Wohnraum kauft, will auch das Grundstück dazu besitzen, sind sich alle Experten einig. Verkaufen wollte und konnte die Stiftung dieses jedoch nicht. Stiftungsdirektor Lothar Böhler verweist auf einen Grundsatzbeschluss der kommunalen Stiftungen aus den 1990er Jahren, wonach diese keine Grundstücke verkaufen können, da der Erbzins von zentraler Bedeutung für die Finanzierung ihrer sozialen Aufgaben ist – gerade in Zeiten niedriger Zinsen und angesichts der hohen Grundstückswerte in Freiburg. "Die Grundstücke sind die Herzstücke unserer finanziellen Situation", sagt Böhler und betont: "Wir dürfen unser Tafelsilber nicht verscherbeln."

Für Lang war das Problem, dass er seit der Baugenehmigung im Frühjahr 2012 den vollen Erbzins – jährlich vier Prozent des Grundstückswertes an die Stiftungsverwaltung zahlen musste: 82 000 Euro für das mit vier Häusern zu bebauende Grundstück. Als einzige Lösung blieb ihm, aus dem Projekt auszusteigen und das Feld einem anderen zu überlassen. So wendete sich der Staufener Investor an die Freiburger Treubau AG. "Für uns war klar, dass wir das Grundstück nur kaufen, wenn wir vom Erbbaurecht wegkommen", sagt Treubau-Geschäftsführer Bernd Rösch. Die Idee: Um sie verkaufen zu können, bekommt die Treubau die Pferdewiese im Tausch gegen ein anderes Grundstück mit vergleichbarem Wert, so dass für die Heiliggeistspitalstiftung die gleichen Erträge gesichert sind.

Stiftungsrat stimmt mit großer Mehrheit zu

Und anders als die SBB ist die Treubau in Freiburg im Besitz von lukrativen Grundstücken mit attraktiven Bauvorhaben. Der Stiftungsrat stimmte dem Tauschmodell mit großer Mehrheit zu. Einer, der dagegen stimmte, ist "Freiburg lebenswert"-Stadtrat Wolf-Dieter Winkler. "Es ist das letzte freie Grundstück, von dem aus man noch auf die Stadt schauen kann. Das sollte man unbebaut lassen. Als Stiftungsrat muss ich zufrieden sein, als Bürger von Herdern bin ich es nicht." Die Stiftung müsse aufpassen, dass sie es sich nicht mit der Bürgerschaft verscherze.

In einem ersten notariellen Schritt hat die Treubau der SBB die Erbbaurechte für einen nicht genannten Betrag abgekauft, in den nächsten Wochen will sie nun das Tauschgeschäft fix machen. Welches Grundstück mit welcher Immobilie für den Tausch vorgesehen ist, wollen die Treubau-Chefs Volker Homann und Bernd Rösch in einigen Wochen bekannt geben. Auch zur Art der Bebauung wollen sie sich noch nicht äußern, die Architektur solle auf jeden Fall zeitgemäßer werden. Fest steht, dass die Entwürfe geändert und die Wohnungen günstiger angeboten werden.

Investor Lang will sich zur Pferdewiese nicht mehr äußern. Während die einen sagen, er habe bei dem Projekt reichlich Verlust gemacht, glauben andere, dass das Geschäft für Lang durch den Verkauf der Erbbaurechte nochmal gut gegangen ist.

Aus der Badischen-Zeitung vom 7. Oktober 2015.
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Spatenstich auf "holprigem Gebiet"

Der Startschuss zum Bau von 103 Wohnungen auf dem Umkircher Fürstenberg-Areal ist gefallen / Rund zwei Jahre Bauzeit.

Knapp zwei Jahre nachdem der Umkircher Gemeinderat mit einer Zweidrittel-Mehrheit die Bebauungsplanänderung für das rund 1,8 Hektar große Fürstenberg-Gelände an der Gottenheimer Straße beschlossen hatte und ein gutes Jahr nach dessen Inkrafttreten im August 2013, wird nun mit dem Bau von insgesamt neun Wohnhäusern begonnen. Um die 25 Millionen Euro lassen sich die Freiburger Treubau AG und der Bauverein Breisgau das Großprojekt kosten.

Neben Bürgermeister Walter Laub griffen auch die Vorstände Bernd Rösch von der Treubau und Reinhard Disch vom Bauverein zum Spaten. In drei Bauabschnitten sollen bis zum Ende des Jahres 2016 fünf so genannte Hofhäuser entlang der Gottenheimer Straße, sowie zurückversetzt noch einmal vier Punkthäuser entstehen. Die Hofhäuser eins bis drei, sollen im Herbst 2015 bezugsfertig sein.

Im zweiten Bauabschnitt entstehen in einer Kooperation von Treubau und Bauverein zwei weitere Hofhäuser sowie das erste Punkthaus. Hier sollen Wohnungen zu günstigem Mietzins und auch Sozialwohnungen angeboten werden. Dies hatte der Gemeinderat auf Betreiben der UBU-Fraktion schon im Vorfeld zur Bedingung für sein Okay zu dem Bauvorhaben gemacht. Im dritten Bauabschnitt werden nochmal zwei Punkthäuser errichtet. "Es war nicht ganz einfach, es war ein holpriges Gebiet", blickte Walter Laub auf die lange Geschichte des Bauvorhabens zurück. 30 Jahre hatte die Fläche, die als Industriegebiet in den Flächennutzungsplan (FNP) eingetragen war, brach gelegen, bevor die Treubau AG ein Konzept vorgelegt hatte, das sich letztlich als umsetzbar erwies. Hierfür musste zunächst der FNP beiderseits der Gottenheimer Straße geändert werden. Das Industriegebiet wurde auf der Nordseite zum Gewerbegebiet,-auf der nun zur Bebauung anstehenden Südseite zum allgemeinen Wohngebiet umgewidmet. Insbesondere mit den gewerblichen Anliegern, beispielsweise der Diskothek "Heuboden", deren Inhaber Gerd Blum auch zum Spatenstich gekommen war, hatten spezielle Vereinbarungen getroffen werden müssen, die diesen einen uneingeschränkten Fortbestand ihres Gewerbes sichern (die BZ berichtete mehrfach). "Es gab keine Verzögerungen, die außergewöhnlich waren", betonte jedoch Treubau-Vorstand Rösch, "wir haben versucht, die Probleme mit allen Anliegern einvernehmlich zu lösen." "Ich wünsche mir, dass wir das Beste draus machen und uns künftig wieder alle in die Augen schauen können", meinte dazu Walter Laub.

Mit fünf Millionen Euro ist der Bauverein Breisgau an dem Baukomplex beteiligt. "Wir wünschen uns eine Mischung unterschiedlicher Schichten der Bevölkerung", sagte Bauverein-Vorstand Reinhard Disch, der in dem baulichen Konzept - die drei Gebäude des Bauvereins bilden eine räumliche Einheit - den "genossenschaftlichen Gedanken" zu erkennen vermochte. Das Unabänderliche des Bauprojekts vermochte offenbar der ebenfalls anwesende Anlieger Otto Schwenninger zu erkennen. Er betreibt in der Nachbarschaft ein Maler- und Lackierergeschäft und hatte, wie er in der jüngsten Gemeinderatssitzung öffentlich machte, einen Anwalt bemühen müssen, um Akteneinsicht in die Details des Bauvorhabens und die damit verbundenen Genehmigungsprozesse zu bekommen.

Aus der Badischen-Zeitung vom 3. November 2014.
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Altes "Haufe Verlagshaus" wird abgerissen

Haufe hat Ex-Zentrale verkauft – Treubau errichtet Wohnungen

Die Haufe-Mediengruppe hat sich in den vergangenen Jahren neu aufgestellt und durch Markenzukäufe im E-Business-Bereich breiter aufgestellt. "Das gedruckte Papier ist nicht mehr Schwerpunkt unserer Arbeit", sagt Haufe-Sprecher Jürgen Hoffmeister über die Entwicklung vom klassischen Fachverlag für Recht, Steuern und Wirtschaft hin zum modernen Medienunternehmen. Mit der digitalen Ausrichtung einher geht in Freiburg die Konzentration auf die Zentrale im Gewerbegebiet Haid. Den früheren Hauptsitz in der Oberau hat die Treubau AG erworben, um dort Wohnungen zu bauen.

1951 war Rudolf Haufe mit seinem 1934 gegründeten Verlag von Berlin nach Freiburg gezogen, 1967 ließ er das Verlagsgebäude in der Hindenburgstraße 64 in der Oberau errichten. "Es war damals das erste eigene Verlagsgebäude", sagt Haufe-Sprecher Jürgen Hoffmeister. Aufgrund dieser Tradition habe sich die Familie Haufe als Eigentümerin der Haufe-Gruppe alles andere als leicht getan, sich von dem Gebäude zu trennen. "Der Familie war es wichtig, vom Konzept des Investors überzeugt zu sein", sagt Hoffmeister. Die Familie ist heute nicht mehr ins operative Geschäfte involviert, aber im Beirat vertreten, dessen Vorsitz hat Haufe-Tochter Andrea inne. Die Geschäfte der Holding führen derweil der 50 Jahre alte Markus Reithwiesner und der 61-jährige Martin Laqua (Letzterer ist mit der Haufe-Tochter Manuela verheiratet), seit Januar komplettiert die 44-jährige Birte Hackenjos die Unternehmensspitze.

Im Frühjahr 2010 waren die 235 Mitarbeiter aus dem Verlagsgebäude an der Hindenburgstraße aus- und in die neue Zentrale an der Munzinger Straße eingezogen. Seitdem stand es in Teilen leer, bis vergangenen Herbst nutzte eine Projektgruppe des Unternehmens dort noch Räume. Den Zuschlag für das attraktive Grundstück an der Dreisam erhielt das Freiburger Wohnungsbauunternehmen Treubau. Zum Kaufpreis wollen sich weder Käufer noch Verkäufer äußern, angeblich sollen sechs Millionen Euro geflossen sein. Ursprünglich sollte das alte Verlagsgebäude stehen bleiben und in Studentenwohnungen umgebaut werden, sagt Treubau-Vorstand Volker Homann. Allerdings seien Abriss und Neubau für die Treubau AG wirtschaftlich interessanter; für diese gefragte Gegend biete sich gehobenes Wohnen an. Die Treubau plant einen Gebäudekomplex mit Tiefgarage und 45 Wohnungen unterschiedlicher Größe, die das Unternehmen nach der Fertigstellung verkaufen will. Homann verspricht eine "zeitgemäße und moderne Architektur" und eine hochwertige Ausstattung: "Es wird nicht gerade das Billigste sein." Im kommenden Herbst soll mit dem Abriss begonnen werden, im Frühjahr/Sommer 2015 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.

Dass die alte Firmenzentrale aufgegeben wurde, begründet Haufe-Co-Geschäftsführer Martin Laqua mit dem Umbau der Organisation in Freiburg, wo Haufe die Standorte von fünf auf zwei reduziert hat. Man wolle kurze Wege, die Kernkompetenzen an einem Ort vereinen und im Gewerbegebiet Haid weiter wachsen, so Hoffmeister. Neben dem dortigen Standort gibt es noch die Haufe-Akademie an der Lörracher Straße mit 130 Mitarbeitern. Im Juni 2011 hatte Haufe sein Service-Center am Hauptbahnhof geschlossen, was seinerzeit für Aufsehen sorgte, da rund 150 Mitarbeiter ihren Job verloren. Ende 2012 verkaufte Haufe dann sein Logistikzentrum im Stadtteil Hochdorf: Da dieses vom externen Dienstleister Rhenus betrieben wurde, sei Haufe-Personal nicht unmittelbar betroffen gewesen, sagt Hoffmeister.

Derzeit beschäftigt Haufe weltweit 1350 Mitarbeiter, davon mehr als 950 in Freiburg. Von diesen sind 600 beim 1998 erworbenen, größten und umsatzstärksten Tochterunternehmen Lexware beschäftigt, das Buchhaltungs- und Finanzsoftware für Freiberufler und kleinere und mittelständische Unternehmen entwickelt. Das 12 000 Quadratmeter große Lexware-Haus an der Jechtinger Straße war 2002 das erste Gebäude der Gruppe im Gewerbegebiet Haid; damals war Haufe Mieter, vor kurzem hat das Unternehmen das Gebäude erworben - für Hoffmeister ein Bekenntnis zum Standort Freiburg. Und dies, obwohl sich die Bedingungen in Freiburg durch die Erhöhung der Gewerbesteuer verschlechtert hätten, wie Laqua zu bedenken gibt.

2008 hatte Haufe weiteres Gelände auf der Haid erworben, dort dann neu gebaut und die Zentrale peu à peu erweitert, zuletzt 2012. Gläserne Skywalks verbinden die Gebäude miteinander. Der Neubau ist schnieke, das Ambiente in der Kantine ähnelt dem in einem gestylten Trendrestaurant, überall gibt es schickes Mobiliar und in den Ecken der Flure modische kleine Sitzgruppen. Besprechungen, findet Hoffmeister, müssten nicht zwingend in Besprechungsräumen stattfinden; man wolle "kein ganz klassisches Büro". "Wir wollen eine andere Art der Zusammenarbeit fördern." Dass die Holding-Geschäftsführer mit ihren Büros nicht in den obersten Stock des Neubaus und somit nicht an den höchsten und exponiertesten Punkt der Zentrale gezogen sind, findet Hoffmeister "ein Signa an die Mitarbeiter".

Aus der Badischen-Zeitung vom 6. Juni 2013.
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